• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 
• Ton aktivieren 

Dies ist die Website der Wiesbaden Biennale 2022.

Die nächste Ausgabe findet 2025 statt.

Diese Website verwendet Ton. Sie können die Seite stummschalten, indem Sie auf die Schaltfläche in der unteren linken Ecke drücken.

Für das Menü die Lilie clicken.

Für anonymisierte Nutzungsmessungen und eine optimale Darstellung setzt die Wiesbaden Biennale Cookies ein. Informationen und Rechtsgrundlagen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Trajal Harrell

The Köln Concert
Trajal Harrell, Foto Blommers/Schumm

Der amerikanische Choreograf Trajal Harrell wurde durch seine Werkreihe Twenty Looks or Paris is Burning at the Judson Church weltweit bekannt und ist heute regelmässiger Gast der wichtigsten internationalen Schauplätze für Tanz und Bildende Kunst. Der besondere Stil von Trajal Harrells Arbeiten entsteht nicht nur aus der ungewöhnlichen Kombination scheinbar weit voneinander entfernter Tanzsprachen wie Voguing, Postmoderner Tanz und Butoh, sondern auch und vor allem aus der Zerbrechlichkeit und dem Humor, die alle seine Arbeiten durchziehen. Ästhetisch sind seine Stücke immer Huldigungen der Menschen, die auf der Bühne stehen. Er kleidet sie in ausgewählte Stoffe und zieht wichtige Impulse aus den Entwicklungen der Haute Couture, die er zum Teil auch direkt auf die Bühne bringt. Sein spezifischer Bewegungsstil macht die Darsteller:innen zu aussergewöhnlichen und autonomen Wesen. Harrell steht in den meisten seiner Stücke selbst auf der Bühne. In den letzten Jahren wurden seine Arbeiten nicht nur vermehrt von der Welt der Bildenden Kunst rezipiert, sondern er hat auch immer wieder starke theatrale Setzungen vollzogen, indem er sich zum Beispiel mit der Antigone von Sophokles beschäftigte, mit Juliet & Romeo eine freie Adaption von Shakespeares Stück entwickelt hat oder mit Maggie The Cat Tennessee Williams' Katze auf dem heissen Blechdach neu und für den Tanz und für unsere Zeit gedacht hat. Seit 2019 ist Trajal Harrell Hausregisseur am Schauspielhaus Zürich.

instagram

LASTESIS

Resistencia

LASTESIS ist ein chilenisches, feministisches Performance-Kollektiv aus Valparaíso, Chile, bestehend aus Daffne Valdés Vargas, Paula Cometa Stange, Lea Cáceres Díaz und Sibila Sotomayor Van Rysseghem. Das Kollektiv beschäftigt sich mit der Verbreitung feministischer Theorie durch Performance; speziell durch ihre interdisziplinären Zugriff auf die darstellende Kunst, Sound, Grafik- und Textildesign, der feministischen Geschichte und Sozialwissenschaften. Durch ihre performativen Mittel adressieren LASTESIS schonungslos sexualisierte Gewalt und übertragen dabei feministische Theorien in ein praktisches multimediales Format.

instagram

River L. Ramirez

GhostFolk

River L. Ramirez (they/them) ist ein:e in Brooklyn lebende:r Künstler:in, Comedian und Autor:in. Ramirez hat das Comedy-Sonderprogramm Pervert Everything für Adult Swim von Cartoon Network geschrieben, produziert und inszeniert. Ramirez trat in der HBO-Comedyserie Random Acts of Flyness und in der letzten Staffel von Comedy Centrals Broad City auf. Für High Maintenance, The National Lampoon Radio Hour hat Ramirez geschrieben und ist in einer wiederkehrenden Rolle in der HBO-Comedyserie Los Espookys neben Fred Armisen und an der Seite von Glenn Close in John Cameron Mitchells Musik-Anthologie-Podcast Anthem sowie als Charly in BIRDGIRL zu sehen. Ramirez wurde 2018 zu eine:r der Up Next Comedians von Comedy Central ernannt und trat beim San Francisco Cluster Fest Comedy Festival, und im Rahmen des Under the Radar Festivals im Januar 2019 im Public Theatre in New York auf. Als regelmäßige:r Korrespondent:in des Viceland-Kanals trat Ramirez immer wieder bei Caroline’s, UCB, Ars Nova, der Chris Gethard Show und dem Brooklyn Comedy Festival und vielen mehr auf.

instagram
twitter

Simon Senn

Be Arielle F
(c) Elisa Larvego

Simon Senn wurde 1986 geboren und lebt und arbeitet derzeit in Genf. Er erwarb einen Bachelor of Fine Arts an der Genfer Hochschule für Kunst und Design (HEAD) und einen Master am Goldsmiths College in London. Auf den ersten Blick scheint seine Arbeit zu suggerieren, dass er ein sozial engagierter Künstler ist, der sich gegen eine bestimmte Art von Ungerechtigkeit ausspricht. Seine Arbeiten zeigen jedoch häufig einen mehrdeutigen Ansatz, der Aporien erforscht, anstatt entsprechende Kritik zu artikulieren. Auch wenn seinen Videos oder Installationen einen Bezug zu seiner persönlichen Realität nehmen, mischt sich oft eine Fiktion ein. Be Arielle F ist seine erste Arbeit für die Bühne, mit dem er 2019 den zweiten Preis für die Förderung der Darstellenden Künste Premio in der Schweiz gewann.

Rébecca Chaillon

Whitewashing

Die aus Martinique stammende Künstlerin Rébecca Chaillon verbrachte ihre Kindheit und Jugend in der Picardie. In Paris absolvierte sie ein Studium der darstellenden Künste. Von 2005 bis 2017 arbeitete sie in der von Bernard Grosjean geleiteten Theaterkompanie Entrees de jeu und gründete 2006 ihre eigene Gruppe: La Compagnie Dans le Ventre. Sie erarbeitete den Monolog L'Estomac dans la peau (Gewinnertext CNT/ARCENA in der Kategorie Dramaturgies Plurielles im Jahr 2012) sowie kürzere Perfromancestücke, die auf vielen Festivals, aber auch an Veranstaltungsorten wie La Ferme du Buisson und an der Scène Nationale d’Orléans gezeigt wurden. Ihre nächste Arbeit Monstres d’amour (je vais te donner une bonne raison de crier) ist ein Duett mit ihrer wichtigsten Mitarbeiterin Elisa Monteil, in der es um Kannibalismus in der Liebe und Issei Sagawa geht. Im Jahr 2016 spielte Rébecca Chaillon an Dokumentarfilmen über Pro-Sex-Darsteller von Emilie Jouvet My body my rules und Open the Voice von Amandine Gay über Frauen afrikanischer Abstammung mit. Sie schrieb Texte, tanzte und performte in Delavallets Bidiefonos Arbeit: Monstres/On ne danse pas pour rien und arbeitete mit Yann Da Costa in Loveless, mit Gianni Gregory Fornet in Oratoria Vigilant Animal, Anne Contensou für Elle/Ulysse, Arnaud Troalic in Polis. Ihre neueste Arbeit zum Thema Frauenfußball und Diskriminierung, Où la chèvre est attachée, il faut qu’elle broute, entstand im November 2018 in der Ferme du Buisson und wurde in Rouen, Dijon, Montreuil und Orleans gezeigt. 2019 konzipierte und spielte sie mit Pierre Guillois die Aufführung Sa bouche ne connaît pas de dimanche – fable sanguine im Rahmen der Ausgabe 2019 von Long live the subject (Avignon Festival / SACD). 2020 wird Rébecca Chaillon Associate Artiste am Théâtre de la Manufacture – CDN in Nancy.

Jaha Koo

The History
(c) Leontien Allemeersch

Jaha Koo (*1984) ist ein südkoreanischer Theater-, Performancemacher und Musikkomponist. Seine künstlerische Praxis oszilliert zwischen Multimedia und Performance, in der seine selbstkomponierte Musik, Videos, Texte und Installationen vorkommen. Seine Arbeiten sind eng verwoben mit politischen Systemen, der Geschichte seines Landes und seinen eigenen persönlichen Erfahrungen. Koo studierte Theaterwissenschaft (BFA) an der Korea National University of Arts und studierte an der DasArts (MA) in Amsterdam. Er lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Belgien. The History of Korean Western Theatre ist seine erste Produktion, die im Genter international tourenden Kunstzentrum CAMPO entstanden ist. GuJAHA ist das Pseudonym von Jaha Koo als Musikkomponist. Seine letzte EP war Copper and Oyster .

Seit 2014 arbeitet Koo an seiner Hamartia-Trilogie. Diese Trilogie konzentriert sich thematisch darauf, wie sich die unausweichliche Vergangenheit auf tragische Weise auf unser heutiges Leben auswirkt. Der erste Teil der Trilogie _Lolling and Rolling _wurde erstmals 2015 vom Zürcher Theater Spektakel präsentiert. Das zweite Stück Cuckoo wurde 2017 am Steirischen Herbst uraufgeführt. Bereits in Lolling & Rolling und Cuckoo hatte Jaha Koo sich auf Themen konzentriert, die das Aufeinanderprallen von östlicher und westlicher Kultur verhandeln. The History of Korean Western Theatre ist der letzte Teil der Trilogie.

Jeremy Nedd & Impilo Mapantsula

How a falling star...
(c) Lydia Hersberger

Jeremy Nedd, geboren und aufgewachsen in Brooklyn (New York), ist Choreograf und Performer und lebt seit einiger Zeit in Basel. Nedd hatte Engagements an der Semperoper in Dresden (2010-2012) und am Ballett Basel (2012-2016). Als Gastperformer ist er mit dem Schauspielhaus Zürich assoziiert, wo er u.a. mit Trajal Harrell zusammengearbeitete. Seine bisherigen Produktionen realisierte und präsentierte Nedd in der Kaserne Basel, im ROXY Birsfelden, im Tanzhaus Zürich, im Arsenic (Lausanne), Palais de Tokyo (Paris) und an den Münchner Kammerspielen. Nedd war 2017 Finalist bei Premio, dem schweizer Nachwuchspreis für Theater und Tanz und Stipendiat im Atelier Mondial in Südafrika. Zuletzt absolvierte er einen Master in Expanded Theater an der Hochschule der Künste Bern (HKB).

Impilo Mapantsula ist ein globales Netzwerk von hochkarätigen professionellen Tanzkünstler:innen, die sich auf Pantsula, eine südafrikanische urbane Tanzform, spezialisiert haben. Impilo Mapantsula ist eine professionelle Organisation, die die Entwicklung von Tanz und Kultur des Pantsula fördert, formale Standards schafft und als Branchenvertreter auftritt. Ziel der Organisation ist es, das lebendige Erbe der Pantsula zu dokumentieren und zu schützen und die Tänzer:innen bei der Professionalisierung und Weiterentwicklung ihrer Kunst zu unterstützen. Impilo Mapantsula schafft neue Lernmöglichkeiten und unterstützt das künstlerische Schaffen und die Selbstdarstellung durch Bildungs-, Kunst- und Berufsprogramme, mit Schwerpunkt auf der Schaffung von Arbeitsplätzen, internationalen Kooperationen und Austauschprogrammen.

Samira Elagoz

Seek Bromance

Samira Elagoz (* 1989 in Helsinki) ist Filmemacher und Performancekünstler und lebt derzeit zwischen Amsterdam und Berlin. Mehrere Jahre lang widmete er seine künstlerische Praxis der Erforschung und dem Filmen von Cis-Männern und Begegnungen mit männlichen Fremden, während er noch als Künstlerin tätig war. Heute identifiziert sich Elagoz als transmaskulin mit einer high femme Vergangenheit. Seine Arbeiten sind sehr persönlich und behandeln bedeutende gesellschaftliche und politische Themen unserer Zeit wie sexuelle Gewalt, den male gaze und die Einsamkeit im digitalen Zeitalter. Er tourte mit seinen Werken weltweit in verschiedenen internationalen Kontexten der Performanceszene, des Films und der bildenden Kunst.

instagram
website

Dorothée Munyaneza

Mailles
(c) Richard Schroeder

Dorothée Munyaneza verließ Kigali 1994 im Alter von 12 Jahren mit ihrer Familie und zog nach Großbritannien. Sie studierte Musik an der Jonas Foundation in London und Sozialwissenschaften an der University of Canterbury, bevor sie nach Frankreich zog. 2004 schrieb und spielte sie den Soundtrack für Terry Georges Film Hotel Rwanda und spielte 2005 auf dem Album Anatomic von Afro Celt Sound System. 2010 veröffentlichte sie ihr erstes Soloalbum, aufgenommen mit dem Produzenten Martin Russell, und 2012 arbeitete sie an dem Album Earth Songs des Komponisten James Brett mit. In ihrer Arbeit stellt sie einen Dialog zwischen Musik und anderen Ausdrucksmitteln her, sie kombiniert Afro-Folk, Tanz und Texte von Woody Guthrie in der Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Seb Martel, oder mischt Tanz, Poesie und experimentelle Musik mit dem Musiker Jean-François Pauvros, dem Choreograf Ko Murobushi und dem Komponisten Alain Mahé. Mit Alain Mahé arbeitete sie an Aufführungen im Centre Pompidou und im Mucem gearbeitet sowie choreografische Werken mit. 2006 lernte sie François Verret kennen und trat in Sans Retour, Ice, Cabaret und Do You Remember, No I Don't auf. Seitdem hat Dorothée Munyaneza mit Nan Goldin, Mark Tompkins, Robyn Orlin, Rachid Ouramdane, Maud Le Pladec und Alain Buffard in der internationalen Tanzszene gearbeitet. 2013 gründete sie ihre eigene Kompanie Kadidi und präsentierte im November 2014 Samedi Détente im Théâtre de Nîmes. Die Show tourte mit etwa 100 Gastspielen in Frankreich und im Ausland. Unwanted, ihre zweite Show, wurde erstmals im Sommer 2017 aufgeführt.

instagram

Nitish Jain - Studio MoreThanThat

Spoonfed

MoreThanThat ist eine künstlerische Forschungsgruppe, die sich an der Schnittstelle von Architektur, immersivem Theater und Storytelling experimentiert. Das Studio verfolgt in seiner Arbeit einen phänomenologischen Ansatz und konzentriert sich darauf, Environments zu schaffen, die das sensorische Spektrum (Berührung, Geruch, Geschmack, Geräusch und Sehen) der Betrachtenden drehen. Ihre Projekte befassen sich spielerisch mit der Wahrnehmung und dem Gedächtnis eines Raums und hinterfragen kritisch die Dominanz visueller Reize in unserer Umgebung, wobei sie oft das Sehen in ihren Performances erschweren oder nicht so wichtig nehmen. Das Studio war an verschiedenen multisensorischen Performances in der Tschechischen Republik (seit 2017), experimentellen und Ausstellungsdesignprojekten in Indien, der Tschechischen Republik und den Vereinigten Arabischen Emiraten (seit 2015) sowie an interdisziplinärer künstlerischer Forschung in ganz Europa beteiligt.

Die Künstler:innen dieser Performance sind Nitish Jain (Indien), Ivana Atanasova (Mazedonien) und Lara Hereu (Katalonien), die derzeit in Prag leben. Sie trafen sich während ihres Masterstudiums an der DAMU und entdeckten ihr gemeinsames Interesse daran, mehrsprachige Performances zu erschaffen, die das Publikum in einzigartige Atmosphären, taktile Erfahrungen und Storytelling einladen. Ivana Atanasova und Lara Hereu arbeiten zudem als Performerinnen und Schauspielerinnen und haben Authorial Acting studiert, während Nitish Jain (Gründer von Studio MoreThanThat) Architektur und Szenographie studierte.

The NEST

The Feminine and The Foreign
High Voltage

The NEST Collective ist ein multidisziplinär arbeitendes Kollektiv, das in Nairobi, Kenia, lebt. 2012 gegründet hat das NEST Collective Werke in den Bereichen Film, Musik, Mode, bildende Kunst und Literatur geschaffen, wie zum Beispiel den von der Kritik gefeierten queeren Anthologiefilm Stories of Our Lives, der bisher in über 80 Ländern gezeigt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. 2013 gründete das NEST Collective außerdem den HEVA – Afrikas ersten Kreativwirtschaftsfonds seiner Art – um die Lebensgrundlage der kreativen Unternehmer Ostafrikas zu stärken. Strictly Silk(2018) ist eine Partyreihe und Multimediaraum, der Freude, Sicherheit und Gemeinschaft für Frauen und nicht-binäre Menschen jeglicher Herkunft, Glaubensrichtung und Generationen in den Mittelpunkt stellt. Ihre Arbeit, die in Nairobi entwickelt wurde, hat einen starken Bezug auf afrikanische urbane und zeitgenössische Erfahrungswelten und macht dies zu ihrem primären Ausgangspunkt für die Erforschung der eigenen Geschichte und der Reflexion über mögliche Zukünfte. Während ihre Arbeit oft auf weltweit vernetzte Probleme reagiert und sich dieser bewusst ist, wenden sie sich in erster Linie an junge Männer und Frauen in Kenia. In Deutschland waren The NEST Collective 2021 als Teil des Programms Invisible Inventories im Rautenstrauch-Joest-Museum Köln und im Weltkulturenmuseum Frankfurt zu sehen. 2022 nehmen sie an der documenta fifteen teil.

instagram
twitter
website

Rugilė Barzdžiukaitė, Vaiva Grainytė, Lina Lapelytė

Sun & Sea
Photography Andrej Vasilenko © Courtesy The Artists

Rugilė Barzdžiukaitė (*1983, lebt in Vilnius) arbeitet als Filmemacherin und Theaterregisseurin. In ihrer Praxis erforscht sie die Kluft zwischen objektiven und imaginierten Realitäten und hinterfragt auf spielerische Weise eine anthropozentrische Denkweise. Ihr jüngster abendfüllender Film-Essay Acid Forest wurde dieses Jahr beim Internationalen Filmfestival von Locarno ausgezeichnet und tourt seitdem auf Filmfestivals auf der ganzen Welt.

Vaiva Grainytė (*1984) ist Schriftstellerin, Dramatikerin und Dichterin. Ihre Praxis verschränkt unterschiedliche Kunstformen miteinander, interdisziplinäre Polylogs in Form von Hörspielen, Opern, ortsspezifischen Performances und Musicals entstehen daraus. Ihr Essayband Beijing Diaries (2012) wurde für die Auszeichnung „Buch des Jahres“ in der Kategorie „Erwachsenenliteratur“ nominiert und in die Top-12-Liste der innovativsten Bücher des Jahres aufgenommen. Vaivas Gedichtdebüt Gorilla’s Archives wurde 2019 veröffentlicht und laut Kritikern als herausragendste Stimme der Neo-Avantgarde-Poesie gerühmt.

Lina Lapelytė (*1984, lebt in Vilnius und London) ist Künstlerin, Musikerin und Komponistin. Ihre Performance-basierte Praxis ist in der Musik verwurzelt und befragt Popkultur, Geschlechterstereotypen und Nostalgie. Lapelytės Arbeiten wurden im KIM?, Riga, Rupert, Vilnius (Einzelausstellung), in der Galerie 1857, Oslo, im Modern Art Museum, Malmö, im MACBA, Barcelona und im DRAF, London, präsentiert. Zu den kommenden Shows gehören die Fondation Cartier pour l’art contemporain, Paris; Kunstmuseum Tel Aviv und Kunsthalle Praha.

instagram

Alexandra Bachzetsis

2020: Obscene

Alexandra Bachzetsis ist Choreografin und bildende Künstlerin und lebt und arbeitet in Zürich (CH). Ihre künstlerische Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle von Tanz, Performance, bildender Kunst und Theater. Sie erschafft Räume, in denen der Körper sich als künstlerisches und kritisches Instrumentarium etablieren kann. Viele von Bachzetsis’ Arbeiten beschäftigen sich damit, wie die Populärkultur bei der stetigen Schaffung und Neuerschaffung unserer Körper und Identifikationsformen das Ausgangsmaterial für Gesten, Ausdruck, Identifikation und Fantasie bereitstellt. Innerhalb dieses Rahmens untersucht sie den wechselseitigen Einfluss zwischen der Verwendung von Gesten und Bewegungen in den „populären“ oder „kommerziellen“ Genres einerseits (Online-Medien, Videoclips und Fernsehen als Ressource), in der „Kunst“ andererseits (Ballett, moderner und zeitgenössischer Tanz und Performance). Die Frage, wie wir alle unsere Körper und uns selbst aufführen und inszenieren – durch Stereotype und Archetypen, durch Entscheidung und Klischee, durch Arbeit und Spektakel – bleibt grundlegend für Bachzetsis’ Werk.

Ihre Arbeiten wurden und werden in zahlreichen zeitgenössischen Kunsträumen und Museen präsentiert: u.a. in der Kunsthalle Basel (2008), im Stedelijk Museum (Amsterdam, 2013 und 2015), in der Tate Modern (London, 2014) und im Jumex Museum (Mexico City, 2014) sowie auf internationalen Biennalen wie etwa der 5. Berlin Biennale (2008), der (d)OCUMENTA 13 (Kassel, 2012) und der Biennial of Moving Images (Genf, 2014). 2016 nahm sie an den Öffentlichen Programmen The Parliament of Bodies und Continuum der documenta 14 teil. Im Januar 2017 hat sie Massacre: Variations on a Theme im MoMA in New York präsentiert. 2017 war sie sowohl in Athen als auch in Kassel Teil der documenta 14. 2018 präsentierte Alexandra Bachzetsis ihre Performances Private: Wear a mask when you talk to me und Private Song auf der High Line New York. An Ideal for Living (2018), eine Einzelausstellung im Centre Culturel Suisse in Paris und die Performance Escape Act (2018) im Pact Zollverein in Essen (DE). Chasing a Ghost (2019) vom Art Institute of Chicago in Auftrag gegeben und 2020:Obscene touren derzeit in Europa.

instagram
website

Lexi Fleurs & Lili Mart0

Love Unlimited
Funny Papers

Lexi Fleurs ist eine bulgarische Künstlerin, die zwischen der Schweiz und Bulgarien arbeitet. Sie ist Studentin bei HEAD Genève, wo sie die meiste Zeit verbringt, es sei denn, sie ist unterwegs und sucht nach Ärger. Ihre Arbeiten sind inspiriert von der Absurdität der Balkan-Popkultur, den Beziehungen zwischen dem „ehemaligen Osten“ und dem „ehemaligen Westen“, Queerness und Homophobie und anderen drängenden Fragen. Ihre Praxis bedient sich immer wieder der Kultur- und Institutionskritik ebenso viel wie der camp-y Comedy. Sie ist Malerin, Fotografin, Filmemacherin, Performerin, Autorin; oder in anderen Worten, eine Möchtegern-kapitalistische Göttin.

Lili Mart0 lebt und arbeitet zwischen Bulgarien und Genf. Sie studierte an der HEAD, wo sie ihren Bachelor-Abschluss machte. Derzeit macht sie eine Residency bei PICTO und organisiert Ausstellungen bei TOPIC in Genf.
Lili arbeitet hauptsächlich mit Texten, die in installative Performances eingebunden sind. Sie ist besessen von außerirdischer Sprache, Bitches (insbesondere langhaarigen), Sex, Beziehungen, Poesie des täglichen Lebens, Disorders, Körper und Tanz, die in ihrer Praxis immer wiederkehren. Möchtegern-Kurator, auf der Suche nach Clowns, die am Ende immer eine Ohrfeige bekommen.

instagram

Group work(s) Künstler:innen

Group Work(s)

Vera Boitcova ist eine in Helsinki lebende russische Performance-Künstlerin, Regisseurin, Dramaturgin und politische Aktivistin. Lebte und arbeitete in den USA, UK, China und Deutschland. BA in Musiktheaterregie (St-Petersburg Theatre Arts Academy) und MA in Theater und Performance (Queen Mary University London). Koordinatorin bei Eve's Ribs. Kuratorin/Organisatorin von Eve's Ribs Festival und QueerFest. Kuratorin von Fairytales for Girls (2019) veröffentlicht und übersetzt auf Russisch, Englisch und Deutsch.

Milena Frericks, geboren in Berlin, ist Langzeitstudentin in Gießen. Ihr Interesse an Theater entstand in Berlin-Moabit, als sie Teil eines politischen Jugendtheaters war. Diese Erfahrung bestimmt immer noch ihren künstlerischen Fokus. Ihr künstlerisches Interesse besteht darin neue Welten in Details zu entdecken, sowie die Beschäftigung mit der Widersprüchlichkeit des Lebens und der Kombination von vermeintlich Unvereinbaren.

Jan Harnecker ist ein 2001 geborener Installations- und Multimediakünstler, der die ersten 20 Jahre seines Lebens in Wiesbaden verbracht hat. Durch seine Zeit in der Stadt ergab sich ihm ein Einblick in die Vor- und Nachteile, des Lebens eines jungen Menschen, in einer konservativen Stadt, die geprägt ist von einer Stadtpolitik, in der Geld lieber in Kameraüberwachung investiert wird als in die Modernisierung von Bildungseinrichtungen. Seit 2021 studiert er Kunst an der HfG in Offenbach.

Elinor Hasselberg studierte von 2017-2022 Bildende Kunst an der Kunsthochschule für Medien Köln und ist Studentin im Masterprogramm Vergleichende Dramaturgie und Performanceforschung an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie macht Live-Performance, VR, AR und Videokunst, die eine kriselnde Subjektivität durch experimentelle Erzählstrategien darstellen. Ihre Werke sin an mehreren Stellen gezeigt worden, z.B. am IKOB Museum für Neue Kunst Eupen, am Theater Dortmund, und an der BoBiennale.

Josefine Köhler ist freischaffende Szenografin und Künstlerin. Ihr Schwerpunkt liegt auf ortsspezifischen Installationen, oftmals im öffentlichen Raum, wo sie sich in situativen Projekten mit der Architektur von Öffentlichkeit, sowie der Sichtbarkeit von Machtstrukturen auseinandersetzt. Unter anderem hatte sie eigens initiierte Ausstellungen im öffentlichen Raum wie this is a female crisis (2020/2021) und what we observe (2021), sowie zuletzt im institutionellen Rahmen im Frankfurter Kunstverein.

Christy Ma ist eine Person aus Hongkong, die durch Kunst Gespräche anregen möchte. Körper. Sein. Teilen. BA in Hong Kong Academy for Performing Arts (Zeitgenössischer Tanz). Mitglied der Guangdong Modern Dance Company und der City Contemporary Dance Company mit internationalen Auftritten. Christys Motivation liegt in der Nutzung verschiedener Formen und Medien. Ihre Arbeiten befassen sich mit den Geisteswissenschaften in Bezug auf Gesellschaft und Politik und der Suche nach einer Lebensweise durch Kunst.

Ching-Wen Peng wurde in Taipeh, Taiwan geboren. 2013-2018 arbeitete sie als Dramaturgin in einer selbst gegründeten Theatergruppe, The Cyclops Troupe, in Taiwan. Ihr preisgekrönter Fantasy-Roman Die Stadt der Fenster(2017) wurde in einem Sammelband veröffentlicht. Im selben Jahr zog sie nach Deutschland und begann das Masterprogramm Dramaturgie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. In ihren Arbeiten erkundet sie verschiedene Darbietungsformen wie Filmemachen, Sounddesign und das nichtlineare Schreiben von Romanen.

Dace Šteinerte hat die Lettische Akademie der Kultur als Theaterschauspielerin in Riga absolviert. Um weitere Ausdrucksmöglichkeiten zu erforschen, widmete sie sich der Performance- und Klangkunst und zog nach Berlin. Dort performte sie unter anderem im Collegium Hungaricum, CTM Festival und Zentrum für Kunst und Urbanistik. In Ihrer Arbeit beschäftigt sie sich hauptsächlich mit visuellen und auf dem Körper basierenden Performances, in denen die audiovisuelle Kommunikation eine wichtige Rolle spielt.

Laura Yurtöven ist eine in Wiesbaden geborene Performance- und Aktionskünstlerin. Bis 2020 lernte sie in Köln, bis die Pandemie sie wieder zurück in ihre Heimatstadt brachte. Sie war Teil von zahlreichen Video- und Filmprojekten, auch in leitender Funktion. 2022 war sie offizieller Teil der Internationalen Maifestspiele mit einer Tanz- und Musikperformance mit ihrer Schwester und ihrem Partner in La Gaia Scienza - Die Zärtlichkeit des Ergbuts.

Scroll Down