Asyl des müden Europäers

Foto: raumlaborberlin

DIE AGORA: THIS IS NOT DEMOCRACY
Margarita Tsomou / Griechenland, Deutschland

  • Sa 27.08 : 11 Uhr

  • 7Warmer Damm

Eine Konferenz zu Demokratie im Spätkapitalismus.

„Die Ehe zwischen Demokratie und Kapitalismus ist vorbei“ – das waren die Worte des Philosophen Slavoj Zizek 2011 auf der Occupy Wall-Street Versammlung. Angesichts sich verschärfender Wirtschafts- und Finanzkrisen, wird immer mehr von einer Einschränkung der Befugnisse repräsentativer Parlamente zu Gunsten der ‚parademokratischen Ausnahmemacht` (Joseph Vogl) eines Netzes von intergouvermentalen, supranationalen Institutionen der Märkte diskutiert. Gleichzeitig wächst bei den Bürger*innen das Gefühl nicht vertreten zu werden, sie wenden sich von den Parteien der Mitte ab und wählen gegen das demokratische Establishment oder fordern mehr Partizipation.
Wie verhält es sich heute mit der Vereinbarkeit zwischen Demokratie und Kapitalismus? Waren sie je vereinbar oder schon immer im Widerspruch? Kann sich der Kapitalismus die Demokratie noch leisten? Und wie könnten neue Formen von Demokratie aussehen? In einer ganztägigen Versammlung diskutieren wir mit Expert*innen aus ganz Europa über die heutige Verfasstheit der kapitalistischen Demokratie, über nicht-staatliche Souveränität, konkrete partizipatorische Alternativen und den neuen demokratischen Bewegungen.

11-12
Die Demokratie in der Abstiegsgesellschaft
Oliver Nachtwey (DE)

12-12:15
Pause

12:15-14:00
Souveränität jenseits des Staates – Demokratie als Praxis
Gal Kirn (HRV), Ewa Majewska (PL), Daniel Loick (DE)

14:00-15:00
Pause

15:00-16:00
Verfassungsgebende Versammlungen und Partizipation? das Beispiel Island und die Frage nach einer europäischen Verfassung
Libia Castro & Ólafur Ólafsson (ISL/SP) und Vertreter_innen von Diem25 „Democracy in Europe Movement“

16:00 – 17:30
Demokratische Bewegungen: Anti-TTIP, Nuit-Debut und linke Regierungsprojekte
Melina Germes (FR), Alexis Passadakis (DE), Caterina Principe (PRT)