Migrantenstadl

Foto: Migrantenstadl Blog/ Tunay Önder

PARALELLGESELLSCHAFTEN

  • 23/08 - 02/09
  • 11Migrantenstadl in der Wartburg
  • 19 - 21 Uhr
  • Eintritt frei

Warum sollten wir hinnehmen, dass die Monokultur über die Bedingungen unserer Gesellschaft entscheidet? Ist es für uns denn nur von Belang, ob wir Döner oder Schweinshaxen essen, bevor ein Söder oder ein Seehofer unsere Gehirnmassen wegätzt? Warum sollten wir nur in einer einzigen Sprache miteinander sprechen? Was können wir tun, damit Pässe an Bäumen wachsen, Abschiebebescheide sich in Luft auflösen und Frontex ein Slipeinlagen-Unternehmen wird? Warum erregt eine Arbeitskraft mit Kopftuch keinen Anstoß, eine Kopftuchträgerin, die Lehrerin werden will, schon? Und in welcher Gesellschaft wollen wir eigentlich leben?

Für diese und weitere Fragen nutzen wir elf Tage lang die Gunst der Stunde, um die gesellschaftlichen Umbaumaßnahmen diskursiv anzustoßen und Ideen zu generieren. 

Unter dem Titel „Parallelgesellschaften“ lädt das Migrantenstadl daher alle Menschen aus und außerhalb von Wiesbaden zu täglich abwechselnden Tischgesprächen voller unerwarteter Begegnungen, hitziger Debatten und kleiner Lectures ein.

Ein runder Tisch, geladene Gäste & spontane Besucher – hier wird über alles debattiert, was das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft betrifft: Von inszenierten Bedrohungen, postmigrantischen Schlammschlachten und Aneignungskämpfen bis hin zu Marginalisierungsstrategien.

Neben gepflegten Dialogen sind auch anregende Monologe, kleine Exkurse, aktuelle Berichte, musikalische Interludes und Videoeinspielungen gefragt, bestenfalls wird laut diskutiert, gestikuliert, geschrien, Teller durch den Raum geworfen, Stühle zertrümmert, Tische umgeworfen, denn was ist langweiliger als ein durchgebügelter Polit-Talk? 

Moderiert werden die Tischgespräche abwechselnd von Imad Mustafa, Tamer Düzyol, Erdal Aslan, Tunay Önder sowie weiteren erfahrenen Kommunikationsantreiber*innen.